Wandern in RumänienInfos zu Wanderungen in den rumänischen Karpaten
Tipps und Infos für das Wandern in den rumänischen Karpaten und anderen Wandergebieten von Rumänien.
Rumänien ist ein wunderschönes Land für Wanderer und Abenteurer. Weite Flächen unberührten Waldlandes, grüne Hügel und ursprüngliche Dörfer liegen entlang der Wanderwege. Begegnungen mit Bären, Wölfen, Adlern oder Auerhähnen sind in der Wildnis Osteuropas nicht ausgeschlossen. Wanderregionen in RumänienGewandert werden kann in weiten Teilen Rumäniens, vor allem in den Karpaten und ihren Ausläufern. Eine Auswahl wichtiger Wandergebiete im Land:
Am besten erschlossen für Wanderer ist das Bucegi-Gebirge. Vor allem im Sommer ist man hier nicht unbedingt allein, trotzdem ist die Dichte des Fußvolkes mit Alpenwanderwegen nicht zu vergleichen. In den Wintermonaten sind die Hänge ein beliebtes Skigebiet. Die Wanderwege sind in weiten Teilen gut ausgeschildert, etwa 20 Wanderhütten empfehlen sich für die Nacht. Höchster Gipfel ist der Omal mit 2.505 Metern.
Der dramatische Kamm südlich der Region Siebenbürgen ist eine echte Herausforderung für Wanderer und Ungeübten weniger zu empfehlen. Während einer mehrtägigen Wanderung bewegt man sich sechs Mal auf über 2.500 Meter, der Moldoveanu ist mit 2.544 Metern der höchste Gipfel.
Im Flachland um Tulcea, Turda und Cluj-Napuca verläuft das Land hügelig mit lichter Bewaldung, gesäumt von Feldern, die noch mit Pferdekarren bestellt werden. Im Hintergrund erheben sich die welligen Berge zu den zerklüffteten Gipfeln des Trascau. In ein bis zwei Tagen kann die dramatische Schlucht Cheile Turzii erreicht und durchwandert werden.
Die westlichen Ausläufer der Karpaten bilden das Apuseni-Gebirge weiter südwestlich der Stadt Cluj-Napoca. Wer in diese ruhige und abgelegene Region kommt, sollte viel Zeit mitbringen und zumindest etwas Rumänisch sprechen. Wege sind hier verhältnismäßig schlecht oder gar nicht markiert, so dass die Wanderung sowohl zum Abenteuer als auch zum Ärgernis werden kann. Infos für Wanderer in RumänienSo wie der Tourismus in Rumänien noch stark in der Entwicklung begriffen ist, steckt auch die Infrastruktur für Wanderer in weiten Teilen des Landes noch in den Kinderschuhen. Es ist nicht schwierig, Organisatoren für geführte Wanderungen zu finden. Mit einheimischen Reiseleitern kann man zum Beispiel in gut zwei Wochen die Karpaten mit dem über 2.500 Meter hohen Fagaras-Gebirge überqueren, alte Klöster erkunden oder zugeschnittene Wanderungen von mehreren Tagen unternehmen. Nicht ganz einfach ist es aber, individuelle Wanderungen zu organisieren. Bücher mit Routenbeschreibungen sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch noch schwer zu bekommen. Am besten fragt man direkt in rumänischen Buchhandlungen nach, auch Wanderkarten oder Tipps für Wanderungen erhält man am ehesten vor Ort. Jedoch sind selbst Outdoor-Shops in den Großstädten bezüglich Wanderkarten ihrer Umgebung oft nicht gut ausgestattet. Nicht ganz unproblematisch sind auch die Beschilderungen der Wanderwege. Zunächst gut markierte Pfade, die sich plötzlich verlieren oder unverständlich mit anderen kreuzen, sind selbst im ordentlich erschlossenen Bucegi-Gebirge bei Brasov nicht unbedingt die Ausnahme. Erst recht aber im Bereich des entlegeneren Apuseni kann es einem passieren, dass ein Weg gar nicht mehr weitergeht oder von einer neugebauten Straße begraben wurde. Hüttenwanderungen in den rumänischen KarpatenEs ist möglich, in Rumänien von Hütte zu Hütte zu wandern. Die Herbergen werden in Rumänien „Cabanas“ genannt. Das Netz der Wanderhütten ist gut ausgebaut, viele der Cabanas wurden in jüngerer Zeit renoviert. Wenn man sich eine Wanderroute zusammenstellt, ist es aber sinnvoll, sich vorher zu erkundigen, ob nicht genau das bei den Wunschhütten gerade im Gange ist, denn vor einer gerade wegen Renovierung geschlossenen Hütte zu landen, kann durchaus passieren. Zelten in Rumänien – Vorsicht vor BärenSehr vorsichtig sollte sein, wer plant in Rumänien zu zelten. Auch wenn Wildzelten erlaubt ist, muss man sich darüber im Klaren sein, dass von den Braunbären Rumäniens eine reale Gefahr ausgeht. Schilder, die das Campen verbieten, sind deshalb unbedingt zu beachten und die Warnungen der Einheimischen sehr ernst zu nehmen. Dafür als kleine Info: „Bär“ heißt auf Rumänisch „Urs“. Vor allem in der Region um Brasov sind die zotteligen Raubtiere zu sehr an Menschen gewöhnt, trauen sich erschreckend nah an die Städte, um Mülleimer zu plündern und können auch Wanderern gefährlich werden. Einheimische raten dazu, laute Geräusche zu machen, wenn man einem Bären begegnet. Auch Wölfe genießen in Rumänien noch ein Leben in freier Wildbahn, allerdings sind Begegnungen mit ihnen weit unwahrscheinlicher als mit Bären. Lesen Sie hier auch über das Donaudelta in Rumänien am Schwarzen Meer. Quellen und Links:
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