Drake Bay in Costa RicaBahía Drake auf der Halbinsel Osa - Infos, Anreise und Umgebung
Die traumhafte Drake Bay auf der Halbinsel Osa gehört zu den schönsten Orten in Costa Rica. Informationen über Bahía Drake, über die Anreise und die Umgebung.
Wer einmal an einem Ort erwacht, wo er morgens von einem ganzen Schwarm großer roter Papageien vor seinem Balkon begrüßt wird, vergisst diesen Platz bestimmt nicht mehr. Die Bahía Drake oder Drake Bay, wo genau ein solches Ereignis in den Bereich der Wahrscheinlichkeit gehört, zählt zu den schönsten Zielen in Costa Rica überhaupt. Die abgeschiedene Bucht im Südosten des Landes ist nicht nur eine traumhafte Gelegenheit, alle Sorgen hinter sich zu lassen, sondern auch Tor zum Nationalpark Corcovado, einem von Costa Ricas artenreichsten und wildesten Reservaten. Bahía Drake in Costa Rica – Ein Hauch von Luxus fern der ZivilisationDie Drake Bay liegt im Westen der Halbinsel Osa, Costa Ricas abgelegenstem Regenwaldgebiet. Sie wurde nach Francis Drake benannt, der 1759 zumindest auf der vorgelagerten Insel Isla de Caño Halt machte. Die Anreise zur Bahía Drake ist nicht ganz einfach und die Infrastruktur der Region noch weitgehend rudimentär. Grund genug jedoch, um Drake und den übrigen Orten auf der Halbinsel einen zerstörerischen Massentourismus noch immer zu ersparen, wie ihn andere Teile Costa Ricas erleben müssen. Umso erstaunlicher ist das Angebot an noblen Lodges in Drake, die fantasievoll aus Holz und Schilf gebaut sind und keine Wünsche offen lassen. Das Wasser der Drake Bay ist klar und sauber, die einsamen Strände aus Feinsand und Felsen verschwinden bei Flut zu großen Teilen im Meer. Gesäumt ist die Bucht von Gestrüpp und Baumriesen, die von Tukanen und Roten Aras bewohnt sind. Anreise zur Drake BayEs gibt mehrere Möglichkeiten, die Bahía Drake zu erreichen. Am schnellsten und bequemsten ist ein Flug von San José aus. Die lokalen Airlines Sansa und NatureAir schicken beide regelmäßig Flieger nach Osa. Wichtig zu wissen ist, dass diese nicht direkt auf dem Flughafen Juan Santa Maria starten und landen, sondern von einem angrenzenden kleinen Airport. Alternativ kann man per Bus oder Mietwagen anreisen. Busse fahren nach Golfito und Puerto Jiménez, die Tour von der Hauptstadt San José aus ist allerdings sehr langwierig, außerdem stellenweise abenteuerlich und holprig. Zwischen kleineren Orten der Halbinsel Osa verkehren Busse nur unregelmäßig. Die Fahrt mit dem Mietwagen bietet sich an, wenn man nicht vorhat für mehrere Tage durch den Nationalpark Corcovado zu wandern und ist generell in Costa Rica empfehlenswert, wenn man bestimmte Richtlinien für Leihwagen in Costa Rica beachtet. Egal wie man anreist, erstes Ziel ist die Ortschaft Sierpe am äußeren Rand der Bahía Drake, wo der Río Sierpe in die Bucht mündet. Von dem wenig aufregenden Dorf aus geht es per Boot weiter. Entweder wurde der Transport bereits bei der Hotelbuchung mit organisiert, oder man nimmt ein Wassertaxi vor Ort. Bahía Drake und Umgebung – Nationalpark Corcovado und die Isla de CañoIn der Drake Bay lässt es sich gut ein paar Tage aushalten. Die Schönheiten der umgebenden Natur außer acht zu lassen, wäre jedoch sehr schade. Immerhin ist der nahe gelegene Nationalpark Corcovado einer der schönsten Costa Ricas. Wer plant mehrere Tage dort zu wandern, kann zum Beispiel die Drake Bay nutzen um Kraft zu sammeln und die Tour zu planen.
Zumindest hineinschnuppern sollte man in den berühmten und wilden Nationalpark Corcovado, wenn man es schon bis zur Halbinsel Osa geschafft hat. Mit einem Nationalpark wie Manuel Antonio, der inzwischen eher mit einem Zoo zu vergleichen ist, hat Corcovado nichts zu tun. Die reiche Tierwelt ist hier noch scheu und nutzt die lianen- und farnverstrickte Vegetation als Versteck. Neben den erwähnten Aras und Tukanen sind aber Sichtungen von Tapiren, Faultieren oder Agutis durchaus üblich. Was Großkatzen wie Pumas und Jaguare angeht, müssen sich Wanderer aber in der Regel mit dem Wissen begnügen, dass es sie dort gibt. Vom Dorf Agujitas in der Drake Bay aus führt ein zehn Kilometer langer Küstenpfad, der allein schon die Tour lohnt, zu einem der Eingänge des Corcovado, der Rangerstation San Pedrillo. Auch geführte Touren und Nachtwanderungen lassen sich von Drake aus gut organisieren.
Wie ein kuchenförmiger Stein liegt die Insel Caño vor der Küste des Corcovado und zeichnet sich als dunkelgrüne Silhouette über dem Ozean ab. Die Felsküste des Reserva Biológica erreicht stellenweise eine Höhe von über 70 Metern, die 326 Hektar große Insel selbst ist immergrün bewaldet. Die meisten Touristen kommen mit organisierten Touren auf die Isla de Caño, bei denen Wanderungen oder Schnorcheltouren inbegriffen sind. Mit fast garantierten Sichtungen von Weißspitzenriffhaien und enorm gut gewachsenen Stechrochen gehören die klaren Gewässer um die Insel auch zu den exklusivsten Tauchgebieten Costa Ricas.
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