Nationalparks von Costa Rica im ÜberblickAlle Parques Nacionales des Landes in Mittelamerika
Gut ein Viertel der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz, es existieren mehr als 20 Nationalparks unterschiedlichster Art. Der Artikel zeigt sie im Überblick.
Nach der Behörde SINAC (Sistema nacional de areas de conservación) in Costa Rica gibt es inzwischen mehr als 20 staatliche Nationalparks in dem mittelamerikanischen Land, die in ihrer Flora und Fauna, ihrer Ausdehnung sowie in ihrem Klima grundverschieden sind. Nationalpark Corcovado im Südosten Costa RicasDer 42.469 Hektar große Park in Costa Ricas Süden gleicht einem Paradies auf Erden. Beispielsweise ist er einer der letzten Lebensräume des roten Ara in Mittelamerika. Der einzigartige Nationalpark CararaEin flächenmäßig kleiner Park ist Carara, der nur 5.242 Hektar groß und von der Hauptstadt San José nur 90 Kilometer entfernt ist. Der Wald in Carara ist eine Übergangsform zwischen Trocken- und Feuchtwald, die man sonst in ganz Costa Rica nicht mehr findet. Parque Nacional Barra Honda auf NicoyaDieser besondere Nationalpark liegt am Beginn der Halbinsel Nicoya. Ein Netz aus Kalkhöhlen zeichnet den Park aus, von denen bisher nur eine, die Terciopelo, für Touristen geöffnet ist. Parque Nacional Santa Rosa in GuanacasteDer 38.674 Hektar große Nationalpark Santa Rosa liegt ebenfalls in Guanacaste. Sein Trockenwald ist einer der letzten seiner Art in ganz Mittelamerika. Der Nationalpark Braulio Carrillo und sein Vulkan BarvaNur gut 20 Kilometer nordöstlich von San José liegt der Nebelwald von Braulio Carrillo. Ein schönes Ziel zum Wandern ist der Kratersee des erloschenen Vulkans Barva. Parque Nacional Juan Castro BlancoIn der Provinz Alajuela liegt 60 Kilometer nördlich von der Hauptstadt der Nationalpark Juan Castro Blanco. Die 14.453 Hektar Land werden hauptsächlich von Nebel- und Hochwald überwuchert. Der Park ist von zahlreichen Flüssen, Wasserfällen und Lagunen durchzogen. Der Nationalpark Vulkan Irazú bei Costa Ricas alter Hauptstadt CartagoCosta Ricas höchster Vulkan ist der Irazú. 2.000 Hektar Nationalpark sind um den Gipfel des noch immer aktiven Berges angelegt, der 35 Kilometer nördlich der ehemaligen Hauptstadt Cartago liegt. Der Nationalpark Vulkan Poás bei AlajuelaDer Poás bei Alajuela ist ein noch immer sehr aktiver Vulkan. Sein Hauptkrater Laguna Botos liegt 2.708 Meter über dem Meeresspiegel, der zugehörige Nationalpark reicht über eine Fläche von 6.506 Hektar. Die Natur im Park ist sehr vielfältig und beherbergt eine große Zahl von Tieren. Schlangen, Kojoten, Frösche oder Eidechsen sind einige der Bewohner, die auch in den Höhenlagen vorkommen. Der Nationalpark Vulkan Tenorio und seine LaguneDer Nationalpark um den Vulkan Tenorio liegt im Westen des Landes und vereinnahmt 12.872 Hektar. Attraktion des Parks ist der Wasserfall des Río Celeste und die dazu gehörige azurblaue Lagune. Der Vulkan selbst schläft, ebenso wie der benachbarte Montezuma. Beide Krater können über Wanderwege erreicht werden. Der Nationalpark des Vulkans ArenalRund um den eindrucksvollen Kegel des Vulkans Arenal liegt der gleichnamige Nationalpark mit einer Fläche von 12.124 Hektar. Der Park ist für Geologen wie Biologen hochinteressant. In vier verschiedenen Lebensräumen können biologische Entwicklungsprozesse nachvollzogen werden. Parque Nacional Tortuguero und seine SchildkrötenDieser wunderschöne Park an Costa Ricas Karibikküste wurde 1975 gegründet und bedeckt eine Fläche von 31.187 Hektar. Im dichten, feuchten Mangrovenwald sind allein 400 Arten von Bäumen und über 2.200 andere Pflanzen beheimatet. Am Strand des Nationalparks Tortuguero legen jedes Jahr unzählige Meeresschildkröten ihre Eier ab. Parque Nacional Tapantí und sein Cerro de la MuerteDer Nationalpark Tapantí im Talamanca-Gebirge gehört zu den größten des Landes. 58.323 Hektar Fläche sind in die Sektoren Tapantí und Macizo de la Muerte aufgeteilt. Verschiedene Vegetationszonen mit einer enorm vielfältigen Flora und Fauna verteilen sich zwischen 700 und 3.491 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Höchste Erhebung ist der Cerro de la Muerte („Berg des Todes“). Parque Nacional Chirripó mit Costa Ricas höchstem BergZu dem 50.150 Hektar großen Park gehört auch Costa Ricas höchster Berg, der Cerro Chirripó, mit einer Höhe von 3.820 Metern. Die Gipfel im Talamanca-Gebirge wurden vor etwa 25.000 Jahren durch Gletscher geformt. Nationalpark Manuel AntonioZu Costa Ricas berühmtestem Nationalpark gehören nur 1.983 Hektar Land an der Pazifikküste, aber weitere 55.000 Hektar Meer. Dem enormen Besucheransturm versucht der kleine Park Stand zu halten. Faultiere, Affen und Papageien sieht man hier beinahe unter Garantie. Auch mehrere feinsandige Strände gehören zu den Attraktionen des Nationalparks Manuel Antonio. Parque Nacional Palo VerdeDer Palo Verde Nationalpark mit seinem seltenen tropischen Trockenwald liegt im Süden der Provinz Guanacaste. Der Río Tempisque schlängelt sich durch die Landschaft, im Wald an seinen Ufern leben mehrere Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind. Nationalpark Rincón de la ViejaIn den Provinzen Guanacaste und Alajuela liegt der 14.161 Hektar große Park Rincón de la Vieja. Herzstück ist der gleichnamige Vulkan, der noch immer aktiv ist. Parque Nacional BarbillaDer 11.944 Hektar große Park erstreckt sich über die Provinzen Limón und Cartago, mit seinem ausgedehnten tropischen Feuchtwald, der Heimat ist für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Parque Nacional Cahuita Costa Ricas kleinster Nationalpark an Land ist Cahuita mit einer Fläche von 1.106 Hektar. Allerdings werden dem Park weitere 600 Hektar Korallenriff und 22.400 Hektar Meer zugeordnet. Cahuita liegt hinter dem gleichnamigen Ort an der Karibikküste mit ihren weiten Sandstränden. Nationalpark Diriá 2004 erhielt dieses Refugium den Status "Parque Nacional". Trockenwald bestimmt den Großteil der 5.426 Hektar großen Fläche nahe Santa Cruz in Guanacaste. Parque Nacional La Cangreja Der Nationalpark La Cangreja besteht als solcher seit 2004. Er liegt im Kanton Puriscal. Der Name "La Cangreja" ("Die Krabbe") wurde dem Park nach seiner höchsten Erhebung erteilt: dem 1.305 Meter hohen Cerro La Cangreja. Costa Ricas größter Nationalpark La Amistad„La Amistad“ bedeutet Freundschaft. Der mit Abstand größte Nationalpark der Region erstreckt sich über 199.147 Hektar, der Großteil davon wird dem karibischen Teil zugeordnet. Weitere 207.000 Hektar des Parkes liegen in Panama. Costa Ricas jüngster Nationalpark Los Quetzales Costa Ricas jüngster Nationalpark komplettierte die Liste im Jahr 2008. Der gut 4.000 Hektar große Park liegt knapp 76 Kilometer östlich von San José nahe der alten Hauptstadt Cartago. Der Nebelwald im Park erhebt sich bis auf 2.800 Meter Höhe. Isla de CocoDie unbewohnte Kokosinsel liegt 535 Kilometer von Costa Ricas Küste entfernt im Pazifik. Der Nationalpark mit einer Fläche von 2.310 Hektar gehört zum UNESCO Weltnaturerbe, ist jedoch vor allem aufgrund illegaler Fischerei ein gefährdetes Paradies. Links
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