Costa Rica individuellBus oder Mietwagen? - Reisetipps und Infos für Individualreisen
Costa Rica kann man mit dem Bus oder mit dem Mietwagen erkunden. Doch was ist besser? Und was muss man sonst noch auf Individualreisen wissen?
Costa Rica ist ein kleines Land mit großen Möglichkeiten für seine Besucher. Verschiedene Reiseanbieter organisieren Rundtouren mit Busfahrten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und komfortablen Unterkünften. Doch wer Costa Rica wirklich kennenlernen möchte, sollte sich auf eigene Faust ins Abenteuer stürzen. Die wichtigsten Möglichkeiten durch das Land zu kommen, sind Mietwagen und öffentliche Busse. Reisetipps Costa Rica - Mit dem Bus individuell durch Costa RicaCosta Rica verfügt über ein gut ausgebautes Bus-Netz. Für wenige Dollar erreicht man fast jeden Teil des Landes. Die meisten wichtigen Strände werden von der Hauptstadt San José aus täglich direkt angefahren, je nachdem wo man hin möchte, ist man in drei bis sechs Stunden am Meer. Etwas schwierig ist, dass es keinen zentralen Busbahnhof für alle Fahrten gibt. Stattdessen hat jedes Busunternehmen seinen eigenen. Am bekanntesten ist die Coca Cola, von wo viele Busse zu den pazifischen Stränden ablegen. Die Taxifahrer kennen in der Regel alle Busbahnhöfe. An einigen Bahnhöfen ist es ratsam die Tickets im Voraus zu kaufen, eine Platzreservierung ist dann meist gleich dabei. Vor allem Busse in touristisch gut ausgebaute Regionen sind normalerweise modern und technisch auf einem guten Stand. Trotzdem sind die Fahrten nicht immer besonders komfortabel. Wie alle Verkehrsteilnehmer haben die costaricanischen Busfahrer mit den traditionell schlechten Straßenverhältnissen zu kämpfen. Das muss aber nicht bedeuten, dass darauf viel Rücksicht genommen wird. Und wenn man es eilig hat, wird schon mal auf die sonst übliche Toilettenpause verzichtet. Je mehr man von den Hauptverkehrsstraßen abkommt, desto mehr ist der Bus das wichtigste Fortbewegungsmittel für die Einheimischen. Bei Fahrten in die Berge von San Isidro und Santa Maria De Dota teilt man die Busse fast nur noch mit Einheimischen. Wer hofft schnell anzukommen, sollte es ruhig angehen lassen, denn die Busse halten hier oft an jeder Haustür, um jemanden abzusetzen oder noch mit aufzunehmen. Besonders auf Fahrten in den karibischen Raum und Richtung Panamá sind Polizeikontrollen üblich, bei denen die Ausweise aller Insassen eingesehen werden. Mindestens eine Kopie seines Reisepasses muss man dann bei sich haben. Tipps für Rundreisen mit dem Mietwagen in Costa RicaWer wenig Zeit hat und viel sehen will, braucht einen Mietwagen. Oberste Prämisse hierbei: nicht zu sparsam sein und auf alle Fälle in ein Auto mit Allradantrieb investieren. Costa Rica ist berühmt für seine schlechten Straßen, die oft mit „Huecos“ – Schlaglöchern – übersäht sind. Vor allem in der Regenzeit waschen die täglichen Niederschläge den Belag auf und durchlöchern den Asphalt mit Kratern, die über eine ganze Straßenseite gehen und für einen Reifen schaurig tief sein können. In extremen Fällen geht der Verkehr dann nur noch im Schneckentempo voran. Auf der Hut sein vor Schlaglöchern muss man aber auch auf guten Straßen, wo einem völlig unvermutet auftauchenden 20 Zentimeter tiefen Loch, oft kaum noch ausgewichen werden kann. Vor allem in den Bergen muss man auch mit Geröll auf der Straße rechnen. Wer aber durchaus in der Lage ist, im Notfall einen Reifen zu wechseln und sich ein entsprechendes Fahrzeug geliehen hat, kann Costa Rica weit besser erkunden als mit dem Bus. Fahrten durch Kaffeeplantagen im Süden, Papaya-Hainen im Norden und der Prärielandschaft von Guanacaste im Westen sind unvergesslich. Und es ist möglich, in Teile des Landes zu kommen, die man mit dem Bus nur schwierig erreicht. Am besten leiht man sein Fahrzeug direkt am Flughafen und meidet die Innenstadt von San José völlig. Sich in den dortigen Verkehr einzureihen ist etwas für mutige, abgebrühte Autofahrer mit verdammt guten Nerven. Es gilt das Grundprinzip ‚Der Frechste gewinnt“. Der freie Arm ist als Blinker anerkannt und die Hupe sowieso unersetzlich. Gefahren für Reisende in Costa RicaObwohl Costa Rica für ein lateinamerikanisches Land als relativ sicher gilt, sollten einige Grundsätze für sicheres Reisen in Mittelamerika auf jeden Fall beachtet werden. Überfälle auf Touristen gibt es nur sehr selten, durchaus häufig aber sind Diebstähle. Das Gepäck sollte man nie aus den Augen lassen und gerade in Bussen besser bei sich behalten. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, lässt nichts zurück wenn das Auto geparkt ist. An den Stränden ist es schon fast fahrlässig, seine Sachen unbeaufsichtigt liegen zu lassen während man badet. Für San José gelten noch striktere Regeln. Nach Einbruch der Dunkelheit, als schon ab sieben Uhr abends, ist es nicht mehr ratsam, zu Fuß unterwegs zu sein. Wer noch irgendwo hin muss, nimmt ein Taxi. Ab der Haustür und bis zur Haustür! Hat man trotz aller Vorsicht einmal das Pech überfallen zu werden, was am ehesten in San José vorkommen kann, zeigt man sich am besten fügsam. Der Verlust von Wertsachen lässt sich leichter verschmerzen als der des Lebens. Von wichtigen Unterlagen wie dem Reisepass besitzt man am besten Kopien, die Botschaft hilft dann bei der Beschaffung von Ersatzdokumenten. Wertsachen sind immer noch in körpernahen Taschen unter der Kleidung am besten aufgehoben. Dass man seine tolle neue Kamera mit Weitwinkelobjektiv nicht permanent zur Schau stellen sollte, ist hoffentlich selbstverständlich. Auch auf Schmuck ist weitgehend zu verzichten. Lesen Sie auch über die regionalen Airlines in Costa Rica und Zentralamerika.
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